Was lernt der Geburtsbegleiter im HypnoBirthing

Worum es in einem HypnoBirting Kurs geht und welche Themen im Hinblick auf die Geburt behandelt werden, kann man mit Google ganz gut herausfinden.

Welche Themen sich im Kurs aber speziell an den Geburtsbegleiter richten, wird selten herausgestellt. Was wirklich sehr schade ist, denn auch der Geburtsbegleiter kann eine Menge aus einem HypnoBirthing Kurs mitnehmen.

HypnoBirthing Geburtsvorbereitung. Mentale Geburtsvorbereitung mit Hypnose.

Der Begriff Hypnose ist in unserer Gesellschaft leider eher negativ behaftet.

Wir ordnen Hypnose eher unter dem Begriff Show und Manipulation des eigenen Willens.

Das dem nicht so ist, erkläre ich euch unter anderem in diesem Blogbeitrag.

Werdende Mamas die auf HypnoBirthing stoßen sind zum Glück in der Regel eher neugierig und informieren sich im Internet darüber, worum es sich bei der Methode nach Marie Mongan handelt.

Die letzte Hürde zu einem Kursbesuch, ist dann oftmals der Geburtsbegleiter. Der muss natürlich auch noch erfahren, worum es geht und, mindestens genauso wichtig, was er für die Geburt mitbekommt. An Informationen, Techniken und Tipps.

Und hierfür, habe ich diesen Beitrag geschrieben. Für alle werdenden Papa, die sich fragen, was lerne ich im HypnoBirthing Kurs, um meine Partnerin optimal unterstützen zu können?

Lass uns also direkt starten.

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Je näher die Geburt rückt, umso wichtiger wird der Partner. (Quelle: freepik.de)

Da der Geburtsbegleiter den kompletten HypnoBirthing Kurs mit seiner Partnerin gemeinsam macht, erlernt er, quasi ganz nebenbei, alle Übungen für die Geburt, die die werdende Mama erlernt.

Dazu zählen unter anderem die Atemtechniken, Wellen- und Ruheatmung, die Tiefenentspannungsübungen und die verschiedenen Hypnosen.

Hier ist es von großem Vorteil, das der Geburtsbegleiter dadurch im Anschluss an den Kurs nicht nur weiß, wie die jeweilige Übung sich anfühlt und ausgeführt wird. Außerdem er kann die Übung im Bedarfsfall während der Geburt für die werdende Mama sogar anleiten.

So kann er sie während der Geburt aktiv unterstützen, sollte sie sich nicht mehr gut konzentrieren können, um die Übung alleine durchzuführen.

Außerdem erlernt und übt der Geburtsbegleiter die speziellen Partnerübungen. Den Anker und die Light touch massage.

Diese werden im Kurs von der HypnoBirthing Kursleiterin erklärt und gezeigt. Anschließend probieren die Paare diese Übung gemeinsam aus.

Sind Ablauf und eventuelle Fragen geklärt, können diese Übungen von nun an bis zur Geburt regelmäßig geübt werden.

Hier entscheiden Mutter und Geburtsbegleiter individuell, wie oft sie es letztendlich schaffen, gemeinsam zu üben. Vor allem die Partnerübungen sollen keinen zusätzlichen Druck aufbauen.

Auch wenn sie einige Male bis zur Geburt gemeinsam geübt werden sollten, ist es völlig in Ordnung, die Übung nur ein paar Mal, entspannt und effektiv zu üben, als mehrmals die Woche aber unter Druck.

Denn Anspannung und Stress wirken sich letztendlich wieder negativ auf die Geburt aus.

Hier ist weniger also manchmal mehr.

Und natürlich bekommt der werdende Papa im HypnoBirthing Kurs viele wertvolle Tipps und Hinweise im Bezug auf die Geburt an Sich. Worauf er achten sollte, was vermieden werden sollte und vieles mehr.

Denn aus eigener Erfahrung weiß ich, das bei den meisten Geburtsbegleitern hier die größte Unsicherheit herrscht. Vor Kursbeginn kristallisieren sich immer wieder die selben Fragen heraus.

Wie kann ich meiner Partnerin helfen? Wie kann ich ihr die Geburt erleichtern? Was kann ich konkret tun? Was sollte ich vermeiden? Und was sind meine Aufgaben?
Oder auch die Überzeugung: Ich kann ja sowieso nur Händchen halten.

Vor allem in der letzten Einheit des HypnoBirthing Kurses, wenn der Geburtsablauf im Hinblick auf HypnoBirthing Übungen und Techniken durchgesprochen wird, gibt es sehr viele Hinweise und Tipps für die werdenden Papas.

Begleitend bekommen die Paare mit dem Elternhandout einen Zettel, speziell nur für die Geburtsbegleiter, auf dem die wichtigsten Sachen vermerkt sind.

Hier kann er sich außerdem eigene Notizen machen und hat eine Gedankenstütze für die Geburt. Die Tipps betreffen hierbei nicht nur die Unterstützung der werdenden Mama. Diese steht aber natürlich im Vordergrund. Sie betreffen auch das Drumherum der Geburt.

Der Geburtsbegleiter versorgt die werdende Mama mit allem, was sie braucht und macht mit ihr HypnoBirthing Übungen, wenn sie sich das wünscht.

Außerdem ist der werdende Papa für die Kommunikation mit dem Klinikpersonal, also mit Hebammen und Ärzten zuständig, damit die werdende Mama sich voll und ganz auf sich, ihr Baby und die Geburt konzentrieren kann.

Die werdenden Eltern sollten im Vorfeld alle Gedanken und Wünsche miteinander besprechen. So weiß der Geburtsbegleiter hier auch genau, was er stellvertretend für die werdende Mama antwortet.

Auch hierdurch wird eine entspannte Geburt begünstigt und aktiv vorbereitet.

Wird die werdende Mama, durch Fragen von Außen, nämlich zu oft aus ihrer Entspannung gebracht, kann es im schlimmsten Fall passieren, dass sie nicht mehr optimal dorthin zurück findet.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der sich an die Geburtsbegleiter richtet, sind mögliche Stolpersteine, die Komplikationen oder Verzögerungen der Geburt begünstigen können.

Hier werden einige häufig vorkommende Dinge angesprochen. So hat der Geburtsbegleiter eine grobe Vorstellung davon, wo er die Augen auf halten sollte und wie er rechtzeitig, aktiv etwas tun kann, um einen negativen Verlauf der Geburt bestmöglich abzuwenden.

Außerdem kann der werdende Papa die Rolle des Fragenstellers übernehmen. Das bedeutet, dass er sich anstelle der werdenden Mama während der Geburt erklären lässt, wie z.B. CTG und Blutwerte sind, ob es Maßnahmen geben soll, und und und.

So gibt es die Möglichkeit durch Rückfragen aktiv in alle Entscheidungen und alles was gemacht wird, mit einbezogen zu werden. Das ist nämlich oftmals etwas, was im Klinikalltag unter geht.

Hier natürlich immer unter der Voraussetzung, dass es Mutter und Baby gut geht. Dann kann man mit bestimmten Maßnahmen auch noch ein wenig warten kann.

Der Geburtsbegleiter ist also für bestimmte Dinge gezielt sensibilisiert.

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Durch eine gute Vorbereitung auf die Geburt können Mama und Papa entspannt sein (Quelle: freepik.de)

Im Großen und Ganzen kann man also folgendes festhalten:

In einem HypnoBirthing Kurs ist der Partner nicht nur einfach der Begleiter der Geburt, der die werdende Mama ins Krankenhaus fährt, ihre Hand hält und ihr gut zuredet.

Der Geburtsbegleiter hat im HypnoBirthing und anschließend während der Geburt eine wichtige und maßgebliche Rolle. Er kann die Geburt aktiv positiv beeinflussen.

Die werdende Mama also mental und auch physisch unterstützen. Er ist in gewisser Weise der Beschützer des Geburtserlebnisses.

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