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Entspannte Schwangerschaft – Entspannte Geburt (Quelle: freepik)

HypnoBirthing = Esoterisch und abgehoben?

Leider höre ich als HypnoBirthing Kursleiterin immer wieder, dass Paare sich bewusst gegen einen Kurs entscheiden. Sie haben gehört, der Kurs sei „Speziell“ oder „alternativ angehaucht“….

Ich würde sehr gerne ein wenig darauf eingehen und die „Besonderheiten“ des Kurses von dem ein oder anderen Vorurteil befreien.

Viele Leute sind schlicht und einfach bereits von dem Wort „Hypnose“ abgeschreckt, voreingenommen oder können sich nichts darunter vorstellen.

Meistens denkt man bei dem Wort Hypnose an Show-Hypnose, bei dem Menschen völlig fremd gesteuert etwas mit sich machen lassen und manipulierbar sind. Aber wie das Wörtchen „Show“ schon ahnen lässt, ist all dies nur Show. Sie dient einzig und allein dem Entertainment der Zuschauer. Diese Leute werden gezielt im Publikum verteilt und für ihre Showeinlage bezahlt. Somit entsteht der Eindruck, man könnte Menschen mit Hypnose manipulieren. Das ist aber bei HypnoBirthing auf keinen Fall die Intention. Hier geht es darum, dass die werdende Mutter während der geführten Hypnose die Chance hat, ihre Ängste im Hinblick auf die Geburt eigenständig zu bearbeiten und aufzulösen. Keine Fremdbestimmung durch die Kursleiterin, keine aufgezwungenen Aufforderungen.

Bei HypnoBirthing geht es darum, die Hypnose, oder auch Tiefenentspannung zu nutzen, um das Unterbewusstsein anzusprechen. In unserem Unterbewusstsein passiert sehr viel, das wir nicht bewusst steuern und beeinflussen können.

Durch tiefe Entspannung soll es der Frau im Kurs möglich sein, positive Gedanken in ihrem Unterbewusstsein zu verankern. Negative Gedanken und Ängste werden bearbeitet und losgelassen.

Zum anderen trainiert die Mutter in den Wochen vor der Geburt (im Idealfall täglich) ihre Tiefenentspannung, um unter der Geburt komplett in diesen tiefen und entspannten Zustand gehen zu können. Bei sich selbst und ihrem Baby zu sein.

Hierbei geht es darum, die Aufmerksamkeit völlig und komplett auf die Entspannung zu lenken, damit die Gebärmutter Muskulatur nicht durch Ängste der Mutter angespannt ist. Somit ist sie in der Lage „ihre Arbeit“ zu tun: Das Baby bei jeder Welle durch ihr natürliches pulsieren, also die längs- und die senkrecht verlaufende Muskulatur im Zusammenspiel, nach unten zu bewegen.

Was für Vorteile bringen diese Tiefenentspannungsübungen der werdenden Mama außerdem?

Sie ist entspannt. Bereits während der Schwangerschaft. Und das führt natürlich dazu, dass das Baby in Mamas Bauch entspannt ist. Dies hat zur (positiven) Folge, dass das Kind mit weniger Stresshormonen in Berührung kommt, die es zu diesem Zeitpunkt überfordern und die Gehirnentwicklung negativ beeinflussen können. Je später das Kind mit Stress in Berührung kommt, umso besser.

Ein weiterer Punkt, der immer wieder mal im Internet Erwähnung findet, ist die „Über-Positivierung“ durch HypnoBirthing. Oder auch eine zu große Erwartungshaltung, die an die Geburt gestellt wird. Sie „muss“ nach dem Kurs positiv und schmerzfrei verlaufen. Nein.

Eine schmerzfreie Geburt, oder auch eine Geburt, frei von jeglichen „Eingriffen“ durch das Krankenhaus Personal ist auf keinen Fall das große Ziele, das eine werdende Mama nach dem Kurs anstreben soll.

Es geht vielmehr darum, die werdenden Eltern über alle möglichen Routinen im Krankenhaus aufzuklären und ihre Sinne dafür zu sensibilisieren. Es soll eine gute Kommunikation mit Hebammen und Ärzten möglich sein. Dies ist nur möglich, wenn die werdenden Eltern informiert sind.

Keine Mutter soll das Gefühl haben „versagt“ zu haben, wenn sie Schmerzen unter der Geburt hatte oder vielleicht eine PDA in Anspruch genommen hat. Eine erfolgreiche HypnoBirthing Geburt ist eine Geburt, die genau so verläuft, wie die Mutter (und ihr Begleiter) es sich wünschen. Harmonisch, sicher und mit einem guten Gefühl.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass es sich bei HypnoBirthing um einen positiv ausgerichteten Geburtsvorbereitungskurs für werdende Eltern handelt.

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Geborgen in Papa’s Armen (Quelle: freepik.com)

Sowohl Mutter als auch Vater bekommen umfangreiches Wissen, um den Ablauf der Geburt zu unterstützen. Alles in Kombination mit jeweiligen Übungen, Techniken, Körperhaltungen während der jeweiligen Geburtsphase.

Und natürlich gibt es einen „Werkzeugkasten“ mit Übungen, Atemtechniken und Ankern die bereits in der Schwangerschaft geübt werden (sollten). Sie geben der Mutter Entspannung und Ausgeglichenheit.

Man könnte die Bezeichnung HypnoBirthing-Kurs also auch wunderbar durch „Deine sanfte und angstfreie Geburt“ ersetzen.

Ist HypnoBirthing esoterischer Firlefanz?

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