Der Wochenfluss gehört eher zu den Themen, die man sowohl vor als auch nach Geburt im Gespräch mit anderen (Muttis) vermeidet. Leider.

Denn er gehört zwangsweise zur Zeit nach der Geburt dazu und überrascht uns Frauen weniger, wenn wir schon vorher darüber bescheid wissen und gut informiert sind.

Es sollte nämlich bereits vor der Geburt die ein oder andere Vorbereitung getroffen werden

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(Quelle: Freepik.com)

Während eures Krankenhausaufenthalts bekommt ihr für die Zeit natürlich alles was ihr braucht gestellt. Den Platz könnt ihr euch also in eurer Kliniktasche sparen.

Was man definitiv nach der Entlassung zu Hause haben sollte, sind entweder Ultrabinden oder Einlegebinden ganz ohne Klebestreifen, damit mehr Luftzirkulation möglich ist. Vor allem im Sommer ein wichtiges Thema, wenn man eventuell sowieso schon durch Anstrengung schwitzt.

Binden bekommt ihr in jedem Rossmann/DM und es darf auch gerne eine No-Name Marke sein. Es sollte nichts mit Duftstoffen sein, da Parfüm die Haut reizen kann. ( Wenn die Hormone verrückt spielen, sollte man nichts riskieren). Habt lieber 2 Pakete davon zu Hause, da es z.B. bei einer Entlassung am Wochenende schwer sein kann, noch einen offenen Drogerie-Markt zu finden.

Vermeidung von Stress-Situationen mit einem Säugling sind das A und O!

Zum fixieren des ganzen unter der Unterhose gibt es so weiße Netzunterhosen. Wirklich sehr sehr praktisch und… sieht ja keiner 😉

Manche Frauen fühlen sich am Anfang mit einer zusätzlichen Unterlage im Bett sicherer. Ich habe sie nach der ersten Nacht wegelassen. Probiert hier einfach aus.

Für die ein oder andere Frau kann auch ein Sitzbad nach der Entbindung sehr wohltuend sein.

Ich werde hier das wichtigste in einem der nächsten Blog-Einträge zusammenfassen.

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Immer alles griffbereit!

(Quelle: Freepik.com)

Zu guter letzt kann es am Anfang sehr hilfreich sein, einen Behälter mit Wasser zu haben, wenn ihr auf Toilette geht. Hier reicht eine einfache leere 0,5 Liter Flasche, die ihr immer wieder mit lauwarmem Wasser auffüllt.

Solltet ihr einen Dammriss haben (ups… ein weiteres heikles Thema), seid vorsichtig mit dem Toilettenpapier! Kein rubbeln, kein reiben. Nur tupfen!

Da eine HypnoBirthing Geburt aber ohne forciertes Pressen auskommt und der Dammrand viel mehr Zeit bekommt, sich zu dehnen, ist die Wahrscheinlichkeit hier viel geringer, dass euch so etwas passiert.

Die Blutmenge nimmt bereits nach wenigen Tagen drastisch ab. Auch hier muss man sich keine Sorgen machen.

Noch viel größere Angst haben die meisten Frauen davor, das erste Mal auf Toilette zu gehen. Alles nicht so schlimm. Man darf sich nur nicht verkrampfen. Genau wie bei der Geburt führt Angst zu Anspannung in den Muskeln und dies wiederum zu Schmerz. Darum gilt auch hier: Atmen und unverkrampft zu bleiben.

Und zu guter letzt noch ein wenig Hintergrundwissen, oder „Warum blute ich überhaupt so stark und lange?“

Nach der Geburt der Plazenta, ist dort, wo die Plazenta an der Gebärmutterinnenwand gehaftet hat, eine Wunde. Etwa Handteller groß.

Diese muss sich mit der Zeit erst einmal wieder verschließen. Zusätzlich werden die Gewebereste, die sich noch in der Gebärmutter befinden vom Körper aufgelöst und nach außen transportiert. Nach 6-8 Wochen ist der Heilungsprozess vollständig abgeschlossen und der Wochenfluss endet.

Ich für meinen Teil kann euch nur empfehlen, euch vorher keine Sorgen zu machen, das nötige „Equipment“ zu Hause zu haben und euch auf die Zeit nach der Geburt mit eurem kleinen Liebling zu freuen.

 

Und für Mami dann bitte auch noch eine Packung Windeln…

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